Browsergames

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Coole Browsergames: Erleben Sie nochmal eine Renaissance?

Um die Frage vorab zu beantworten: Nein. Zu diesem Thema gibt es allerdings ein großes ABER. Was sind Browsergames? Es sind kostenlose Games, die man ausschließlich mit seinem Computer und im Internet spielen kann. Aufgerufen werden sie – wie der Name es verrät – mit dem Browser. Sie sind deshalb so beliebt, weil man keine Software herunterladen und installieren muss, sondern sofort mit dem Spielen beginnen kann. Vorteil: Der Spielstand wird immer auf den Servern des Betreibers gespeichert, sodass man beispielsweise mit seinem Laptop oder Tablet während des Urlaubs weiterspielen kann.

Von ausgefallenen Rennsimulationen über MMORPGs bis hin zu Slots ebenso wie für Echtgeld Poker sind die Möglichkeiten vielfältig. Große Communitys bieten Guides zum Crafting bis hin zu Erklärungen, beispielsweise wie Online Poker mit echtem Geld funktioniert. Der Austausch und die meist kostenlose Hilfestellung der Communitys, sind sicher einer der Gründe, warum Browsergames sich solch einer großen Beliebtheit erfreuen.

Warum Browsergames so beliebt sind

Während normale Spiele für den Computer oder für eine Spielkonsole Geld kosten, sind Browsergames gratis. Die einzigen Kosten sind die Internetverbindung und eventuell Kosten für Spieleextras wie Waffen oder Ausrüstung. Ein ganz besonders wichtiger Vorteil der Browsergames ist, dass sie auch auf schwachen Rechnern laufen und lediglich einen Online-Zugang benötigen.

Browsergames sind eine schöne Sache für alle Spielbegeisterten – damit lassen sich knifflige Rätsel lösen oder als Held spannende Abenteuer bestehen. Es muss keine teure Software gekauft werden und das Game braucht auch keine CD oder DVD im Laufwerk, stattdessen wird nur die nötige Software von der Seite des Anbieters heruntergeladen. Bei den Browsergames unterscheidet man unter sogenannten clientseitigen und serverseitigen Spielen.

Cloudbasierte Games

Der Unterschied zwischen beiden Varianten besteht darin, dass beim herkömmlichen Game das dazugehörige Programm heruntergeladen werden muss und man dann im Browser spielt – während serverseitige Software komplett auf den Rechnern des Anbieters läuft. Lange Zeit wurde für die clientseitigen Spielprogramme spezielle Unterstützungssoftware wie Java oder Flash gebraucht. Das hat sich zwischenzeitlich geändert und die meisten Spiele funktionieren auch ohne eine zusätzliche Software zu installieren.

Das meistverbreitete Genre bei den Browsergames sind die Rollenspiele. Es sind sogenannte Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele, daher auch die englische Übersetzung „Massively Multiplayer Online Role-Playing Games“ (MMORPG). Mit einem Avatar, einer selbst erstellten Figur ist der Spieler in einer virtuellen Welt unterwegs, die von allen Mitspielern weltweit gleichzeitig genutzt wird. Kein Wunder, dass bekannte Computer- und Browsergames teilweise Millionen Spielteilnehmer haben. In dieser virtuellen Welt ist das Spielen total einfach und es besteht die Möglichkeit, mit seinen Mitspielern zu kommunizieren oder man kann Allianzen schmieden oder sich gegenseitig bekämpfen. Außerdem werden in den Rollenspielen bestimmte Aufgaben gestellt, die erfüllt werden müssen, um im Rang des Games aufzusteigen.

Neben dem Rollenspiel Genre gibt es unter anderem auch

  • Rennsimulationen
  • Strategiespiele
  • Sportspiele
  • Wortspiele
  • Jump-and-Run-Spiele
  • Karten- und Pokerspiele
  • Brettspiele
  • Arcadespiele

Sterben Browsergames bald aus?

Die Blütezeit von Browsergames ist zwar vorbei, denn der Markt hat sich sehr verändert, aber sie erleben im Moment eine Art Renaissance. Es ist eine Zeit des Wandels und Wachstum, die noch lange nicht abgeschlossen ist.

Der Hype um Browsergames hatte in den 2000er-Jahren begonnen und sie erreichten im Jahr 2010 ihren Höhepunkt. Woche für Woche veröffentlichten die Spieleentwickler ihre neuesten Browsergames im Internet, die dann weltweit für große Beliebtheit und einen enormen Spieler-Zuwachs sorgten. Abgedeckt wurden alle möglichen und unterschiedlichsten Genres wie Rollenspiele, Sport, Strategiespiele und Actiongames.

Der Browsergames-Markt ist allerdings seitdem nicht eingebrochen, sondern er hat sich einfach nur konsolidiert, also stabilisiert und gefestigt. Grund dafür sind unter anderem die Smartphones, die boomen und ohne das heute keiner mehr aus dem Haus geht. Mit dem Handy wird von zuhause und von unterwegs gezockt, egal in welchem Land man sich befindet.

Die Rückläufigkeit der Beliebtheit von Browsergames erklärt sich in mit diesem mobilen Endgerät, dem Handy. Eigentlich kann man die flexiblen Browsergames auch gut auf Handys spielen. Aber die Darstellung und Usability auf einem Smartphone ist nicht wie am Desktop PC. Außerdem werden mittlerweile Apps vermarktet und das mit ausgefeilten und teilweise aufsehenerregenden Marketing- und Werbekampagnen.

Das Surfverhalten und die Apps

Die Vermarktungsstrategien von Browsergames in Foren, in sozialen Netzwerken oder durch kostenpflichtiges Suchmaschinenmarketing wurden immer schwieriger. Mit den Apps aber ergaben sich neue Nutzungsmöglichkeiten durch das veränderte Surfverhalten mit mobilen Geräten.

Aktuell nutzen 60,7 Millionen Deutsche ihr Smartphone. 2020 besaßen unter den 14- bis 19-jährigen Personen rund 97,3 Prozent internetfähiges Smartphone. In der Altersgruppe der 20- bis 29-jährigen waren es 98,1 Prozent und bei den 30- bis 39-jährigen 97,8 Prozent (Quelle: Statista).

Fast jeder besitzt in Deutschland also ein Smartphone und hat damit Zugang zur Welt der mobilen Games. Jeder kann sich auch aussuchen, ob er auf einer Free-to-Play Basis oder auf der Basis von Pay-to-Win (für Echtgeld Vorteile kaufen) spielen möchte. Hier hat sich ziemlich schnell eine große Win-Win-Situation in der Spielebranche entwickelt. Denn das Prinzip Spiele gratis anzubieten und im Anschluss für Extras und Vorteile Geld zu verlangen, machte sich in der Gaming Branche schnell breit.

Die Anbieter verdienen Geld an den kostenlosen Spielen. Denn wer weiterkommen will, der muss irgendwann zahlen. Teure virtuelle Extras gab es allerdings schon immer bei den Browsergames, aber durch die neuen Apps sinkt auch die Bereitschaft der User, Geld in die Spiele zu investieren. Das ist auch der Grund, warum Browserspiele ungern aufgerufen und gespielt werden.

Vor und Nachteile der Browsergames

Vom Erbe der früheren Browsergames profitieren eigentlich alle Geräte, egal ob PC oder Smartphone. Eine der erfolgreichsten Spieleschmiede in Deutschland ist beispielsweise das Unternehmen InnoGames mit seinen klassischen Browsergames wie Elvenar oder Forge of Empires mit einem zweistelligen Millionenumsatz. Diese Spiele mit dem Pay-to-Win-Prinzip werden überwiegend nur über Apps vermarktet. Das Forge of Empires Game hat allein mehr als 10.000.000 Installationen.

PRO Browsergames

  • für jeden zugänglich, der ein Endgerät mit Browser und eine Internetverbindung besitzt
  • kein Download oder Installation notwendig
  • Browsergames sind meistens kostenlos
  • wenn überhaupt, dann kurzer Anmeldeprozess
  • es wird keine teure PC-Hardware benötigt
  • besonders für Anfänger geeignet
  • einfache Spielprinzipien oder es sind Tutorials vorhanden
  • innerhalb der Community mit Menschen aus aller Welt chatten

CONTRA Browsergames

  • benötigt permanente Internetverbindung
  • bei instabilem Internet kommt es Eingabeverzögerungen und Rucklern
  • unschöne Spielunterbrechungen sind möglich
  • sie kosten Geld, wenn man im Spiel weit kommen möchte

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