Dungeon Keeper 2

Bild: Dungeon Keeper II / Bullfrog Productions

Dungeon Keeper – Die Liebe zur RTS Göttersimulation

Ein Gastbeitrag von Lukas von gamerliebe.de zur Blogparade der besten Videospiele.

Erstmal möchte ich mich für die Einladung und der Möglichkeit bedanken, dass ich hier auf diesem Blog meine Meinung publizieren darf. Es freut mich immer sehr, wenn ich mich mit anderen Bloggern ein wenig austauschen kann und jeder Blogger auch mal auf anderen Blogs stattfindet. Ich selbst finde kaum auf anderen Blogs statt, bin aber sehr froh, wenn mir die Möglichkeit geboten wird. Vor allem, wenn es um ein Thema geht, was wohl der Grund ist, warum wir alles super einflussreiche Gaming-Blogger sind: Videospiele.

Es gibt viele tolle Spiele

Bei der Blogparade geht es darum Blogger zu fragen, was ihre Lieblingsspiele sind und da habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen, um mir ein wenig Zeit zu nehmen. Als mir die Frage gestellt wurde, was mein Lieblingsspiel aller Zeiten ist, schossen für mich zunächst zwei, drei Titel direkt in das Gedächtnis. Je mehr ich aber überlegt habe, warum genau diese Spiele für mich das Non-Plus-Ultra darstellen, kamen mir weitere und weitere Spiele in den Sinn. Bei meiner Auswahl möchte ich ein wenig versuchen ein Spiel zu nennen, welches vielleicht nicht der typische Liebling ist und ich will bei meiner Auflistung nicht unbedingt einen Titel wie Witcher, GTA, Red Dead oder Skyrim nennen.

Sicherlich alles tolle Spiele, die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit direkt in den Sinn kommen, aber ich möchte mich auf ein Spiel festlegen, was vielleicht nicht so viele Menschen kennen, die die es aber kennen, auf jeden Fall mit mir d’accord gehen. Ein Spiel, womit vielleicht nicht alle unbedingt direkt mit rechnen, weil es eben nicht so offensichtlich, nicht so beliebt ist oder doch eben sehr beliebt ist und trotzdem aufgezählt wird, obwohl ich ja eigentlich ein eher unbekanntes nennen wollte? Wie bereits erwähnt würde vermutlich niemand beanstanden, wenn man einen GTA und oder Witcher-Teil hier nennen würde, letztlich ist meine Entscheidung aber auf folgendes Spiel gefallen: Dungeon Keeper II.

Dungeon Keeper II – Mein Lieblingsspiel

Was liebe ich so an Dungeon Keeper? Erstmal ist es das Genre, was mich wohl mein gesamtes Leben begleitet hat. Angefangen mit Siedler III als kleines Kind, habe ich schnell Dungeon Keeper I und II und später eben auch StarCraft und WarCraft für mich entdeckt. Dabei hat Dungeon Keeper so viele tolle Dinge, die sich jedes RTS bzw. auch neue RTS-Games, die aktuell entwickelt werden, abgucken kann. Vielleicht ist es auch gerade der Grund, warum Notch sich beim Entwickeln von Minecraft auch an Dungeon Keeper orientiert hat.

Zufälligerweise zähle ich auch Minecraft zu einem der besten Spiele, die jemals entwickelt wurden. Dungeon Keeper ist seiner Zeit voraus gewesen und ich bin mir sicher, dass wenn das Internet zu dieser Zeit den Stellenwert hätte, wie es ihn heute hat, dass es einflussreicher im Esport und der Gaming-Szene wäre.

Was mir an Dungeon Keeper II gefällt

Die Art und Weise wie das Spiel funktioniert ist einzigartig. Du selbst bist der Herrscher für dein eigenen Dungeon, baust Gebäude, entscheidest selbst welche Räume in welcher Form frei gegraben werden sollen und kannst dabei noch durch deine Gebäude, die du baust, neue Mechaniken wie Fallen oder Zaubersprüche entdecken.

Doch was mich vor allem am Spiel immer fasziniert hat, ist das eigene Economy-System. Auf der Karte – versteckt in Wänden – sind Goldadern, die deine Arbeiter abbauen können. Dieses Gold muss dann zu deinem Haupthaus – dem Dungeon Heart – gebracht werden, damit es auf deinem Konto gutgeschrieben wird. Abhilfe bietet aber auch der Spieler selbst, der das Gold selbst aufsammeln kann und dann selbst ins Haupthaus werfen kann. Geht um einiges schneller, jedoch wird auch oftmals deine Anwesenheit beim Aushöhlen von Räumen oder dem Bauen von Gebäuden benötigt. Es obliegt also dem Spieler selbst viele Arbeiter zu bauen und weniger aktiv zu machen oder sich selbst auf den eigenen Skill und Schnelligkeit zu verlassen, selbst alles Gold zu sammeln und im Haupthaus abzuwerfen.

Gold braucht der Spieler logischerweise um Gebäude zu bauen, aber auch um seine Kreaturen zu unterhalten. Denn deine Kreaturen wollen Geld haben, damit sie dem Spieler dienen. Auch kostet es Geld, deine Kreaturen zu trainieren. In einem Trainingsraum können deine Monster bis Level 4 trainieren, höher können sie dann nur im Kampf gegen andere Feinde oder bis Level 7 in dem Combat Pit trainieren. Im Combat Pit kämpfen deine Kreaturen gegeneinander, um so im Level aufzusteigen. Wenn sie einen Kampf verloren haben, sind die K.O. und müssen von den eigenen Arbeitern dann zu ihrer Schlafstelle gebracht werden, wo sie sich erholen können.

Vielseitigkeit und Entscheidungsfreiheit

Neben Stärke bringt es aber auch einigen Einheiten etwas in ihrem Beruf, wenn sie ein höheres Level besitzen. Zauberer Beispielsweise erforschen Zaubersprüche schneller, Trolle stellen schneller Fallen her und eiserne Jungfrauen schaffen es, schneller Feinde zu in der Folterkammer bekehren. Neben Geld ist aber auch die Zufriedenheit der Kreaturen wichtig. Es kann zum Beispiel passieren, dass die eigenen Kreaturen sich gegenseitig angreifen, weil sie eine Revolte starten. Das passiert, wenn die Monster keine Bezahlung erhalten, kein Essen finden oder keinen Schlafplatz haben. Ebenso verlassen sie den Dungeon.

Abhilfe bei der Zufriedenheit der Kreaturen oder Geldproblemen kann das Kasino schaffen. Und auch hier kommt das tolle Wirtschaftssystem vom Spiel wieder zum Tragen. Das Geld, was die Monster sich vom Spieler genommen haben, können sie im Kasino verzocken und so dem Spieler wieder geben. Auf der anderen Seite kann man auch das Kasino per Klick auf Zufriedenheit umstellen, um so die Kreaturen zufriedener zu machen, dafür aber Geld zu verlieren.

Dann finde ich es spannend, was man mit feindlichen Monstern anstellen kann. Entweder lässt man sie im Kampf sterben, so können die Arbeiter ihre Leichen zum Friedhof bringen, wo sie irgendwann – wenn es genug Leichen gibt – als Vampir auferstehen können. Die zweite Möglichkeit ist, dass man sie in ein Gefängnis steckt, wodurch Skelette spawnen können, die für den Spieler kämpfen. Der Vorteil dieser Skelette ist, dass sie weder Geld noch Nahrung brauchen. Die dritte Möglichkeit ist, dass man die feindlichen Kreaturen – solange sie noch im Gefängnis verweilen – packt und sie in die Folterkammer steckt. Dort kann man sie – wenn man sie mit einem Zauber immer wieder hoch heilt – bekehren und dann kämpfen sie für dich. Kosten jedoch natürlich wiederum Geld und Nahrung und brauchen Schlafplätze.

Jedes der genannten Gebäude kostet Geld, um es zu bauen und je mehr Geld man ausgibt, desto größer wird der Raum und desto mehr Platz bietet er, eben mehrere Kreaturen gleichzeitig zu beherbergen. Jeden Raum, den man baut, bringt auch neue Kreaturen in euren Dungeon. Die Anzahl der Monster die kommen ist begrenzt, außer man bekehrt sie vom Gegner. Dadurch kann man theoretisch unendlich viele haben.

Dungeon Keeper hat einzigartige Elemente

Das Spiel hat also folgende Elemente, die es so einzigartig macht. Zauber, die der Spieler selbst aktivieren muss. Zum Beispiel Gold erschaffen (der mit Abstand stärkste Zauber) oder dass man selbst in eine Kreatur rein kann und dort selbst kämpfen und zum Beispiel Micromanagement anwenden kann. Ebenso das Ausgraben von Gängen, das Bauen von Fallen, das Koordinieren von Kämpfen im Combat Pit, damit deine Kreaturen nicht als Leiche enden nach dem sie dort besiegt wurden.

Wenn man dem Spiel noch den letzten Feinschliff wie besseres Macro- und Micromanagement – wobei das auch irgendwie der Reiz ist, dass man Micro erst durch einen Spell ermöglicht – kann das Spiel ein sehr gutes RTS sein, was die Anhängerschaft des Genres so vermisst.

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